Ganz unsanft weckt uns der Bordlautsprecher schon vor 6 Uhr.
Wir laufen in den Hafen von Kapstadt ein, und die Sonne steht kurz davor, aufzugehen.
Schade, dass ich noch Zeit mit Duschen vertrödelt habe, es war nämlich ein echtes Highlight. Viel zu sagen gibt es da nicht.

Um 8 Uhr besteigen wir schon den Bus nach Stellenbosch, um uns dort umzuschauen und an einer Weinprobe teilzunehmen.
Einen leckeren Kaffee und kleine sehr gute Küchlein gibt es im stimmungsvollen Garten voller Weinreben hinter dem traditionellen Laden "Oom Samie Se Winkel".
Da sieht es nicht nur aus wie in Omas Kramladen, es geht auch noch so ähnlich zu.
Danach geht es noch ein halbes Stündchen durch den historischen Kern dieser schönen Stadt mit ihren alten Häusern.
Auf den Straßen findet man viele interessante Kunstobjekte, die man auch fotografieren darf.
Beim Versuch, die unzähligen Souvenirs zu knipsen, ertönt Geschrei.
Die Stadt ist nach Kapstadt die zweitälteste von Europäern gegründete Siedlung in Südafrika. Hier befindet sich eine der führenden Universitäten des Landes.
Einige wenige Hausdächer sind sogar noch mit Stroh gedeckt, was bei neuen Bauten verboten sei, wegen der Brandgefahr.

Die Weinprobe bei Mittagshitze ist o.k., aber nicht mein Fall, während andere nur deswegen den Ausflug gewählt haben. Ich würde das lieber am Abend machen. Aber es war interessant, und die kleinen Schlückchen , die ich mir gegönnt habe, waren gut.
Die Heimfahrt führt uns an kilometerlangen Townships vorbei, man könne nicht genug feste Häuser bauen, der Zustrom der Menschen sei nicht zu bremsen.
Die Hoffnung auf Arbeit treibt sie in die Stadt, und viele Flüchtlinge dazu. Hier kommen sie überwiegend aus Zimbabwe, dem ehemals blühenden Land namens Rhodesien.
Diese Menschen bereiten in unmenschlichen Hitze Erdbeerfelder vor, damit es auch im Winter bei uns welche gibt...
Rita und ich machen noch einen Spaziergang an der Waterfront,
gehen ein letztes Mal an Bord, und dann geht es ans Kofferpacken.
Es ist unsere letzte Nacht auf dem Schiff. Die Sonne verabschiedet sich, wir haben noch ein paar Stunden Zeit.
Gute Nacht Tafelberg !


























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